Die Rollerkiste kann auch Ebike!

Alles meins!

Vorgeschichte:

Es fing alles damit an daß ich mir letzten Sommer im August eingebildet habe unbedingt in meine alte Heimatstadt radeln zu müssen. Die liegt 800 km entfernt und vor 25 Jahren habe ich das in fünf Tagen geschafft.

Diesmal war es heiß und anstrengend und ich bin in zwei Wochen nicht ganz hingekommen. Aber ich habe viele Tourenradler mit Ebikes (eigentlich richtig: Pedelec, aber das wird sich nie durchsetzen) gesehen.

Und es hat mich geärgert, daß ich soviele Sehenswürdigkeiten links liegen gelassen habe, bloß weil es ein Weilchen bergauf gegangen wäre...

Also: Ein Pedelec muß her. Nun ist mein Fahrrad gut und stabil und es gibt keinen Grund ein neues zu kaufen. Da ist es vernünftiger das vorhandene Rad umzubauen.

Das war die Vorgeschichte. Inzwischen habe ich drei Räder umgebaut und kann das jetzt Leuten anbieten die das auch haben wollen.

Und damit die sehen wie das vonstatten geht, hier nun die Beschreibung.

Was geboten wird:

Generell gibt es drei Arten von Antrieben: Mittelmotoren sind heute am meisten verbreitet, Hinterradmotoren und Vorderradmotoren. Letztere können nicht beliebig viel Leistung übertragen, aber sie sind leicht und gut zu montieren. Ich habe mich dafür entschieden weil ein Pedelec das 25km/h fahren darf braucht auch nicht beliebig viel Leistung. Bei Bergfahrern ist das anders, natürlich.

Ein Motor mit 250 Watt Leistung schafft schon wesentlich mehr als ich mit meiner Muskelkraft zusammenbringe (meine anaerobe Grenze lag mal bei 175 Watt, das ist nicht wenig).

Ein Motor mit 500 oder gar 1000 Watt Leistung hat wesentlich mehr Kraft als nötig wäre zum Vorankommen in der Ebene, aber das Problem ist doch: die muß ja auch irgendwo herkommen! Also ist der Akku höher belastet und schneller leer.

Nach einer Weile Sucherei haben wir uns für einen Antrieb von Yose aus China entschieden nebst dem notwendigen Akku.

Die Kosten:

Der Umbausatz kostete 240,-€, der Akku (nicht der kleinste!) dann nochmal 230,.€.

das Material schlägt also mit 470€ zu Buche. Für den Umbau gestatte ich mir 100,-€ zu berechnen, dann kostet das ganze Umbau weniger als 600€!

Der Umbau:

Das ist der Plan: Der Kunde kommt mit seinem Rad. Es wird begutachtet, besprochen wie umgebaut wird und der Kunde läßt eine Anzahlung bei mir. Dann radelt der Kunde wieder nach Hause. Ich bestelle und nach einigen Tagen ist die Ware da. Der Kunde kommt wieder, läßt sein Rad für ein bis zwei Tage hier und wir bauen das um. In der Zeit gibt es auch ein Leihrad.

Danach holt der Kunde sein Rad ab, zahlt die Rechnung und ist - hoffentlich! - glücklich.

Fazit:

Mein Angebot ist nicht für jeden interessant. Bergfahrer haben andere Ansprüche als Leute die nach der Nachtschicht abgebleiert nach Hause wollen. Aber die Aussicht, sein geliebtes Radl nicht aufgeben zu müssen für etwas was in zwei Jahren vielleicht wieder nicht mehr der neueste Stand der Technik ist ist für viele verlockend.

Meine Erfahrungen:

Bei technischen Neuerungen ist es nicht möglich auf langjährige Erfahrungen zurückzugreifen. Aber ein Mechaniker erkennt schon ob etwas „wertig“ gemacht ist und ob die Materialien eher gut oder eher „schebbig“ sind. Bei den Produkten der Importeurs Yose scheinen wir ganz gut zu liegen. Insbesondere die wasserdichten Kabelverbindungen sind großartig.

Mit dem Antrieb fahre ich wesentlich mehr als früher ohne und wenn ich mit Affentempo den Klinkerberg raufgefegt bin schnaufe ich nicht mal. Ein bischen schlechtes Gewissen hat man gegenüber den anderen die sich raufgequält haben...

Mein Aktionsradius beträgt mit einer Akkuladung bald 150km, da freue ich mich auf den

Sommer!

Mehr sage ich nur im persönlichen Gespräch. Ich freu mich drauf!

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